Im Kreuzverhör stellt sich die Redaktion gemeinsam Platten außerhalb ihrer Komfortzone. Das zu verhörende Album kommt diesmal von Hannes, seines Zeichens Drummer bei malheur. Er wirft "Tawk Tomahawk" von Hiatus Kaiyote in den Ring.
Vier Jahre nach "nichts" treten Fjørt mit "belle époque" noch weiter aus der der inneren Reflexion heraus und werden in ihrer politischen und gesellschaftlichen Kritik zu historischen Mahnern. Dabei zeigt sich der Post-Hardcore-Sound der Band dramatischer und kontrastreicher und schafft musikalische Spannungsbögen von trügerischer Ruhe und brachialer Verzweiflung.
Irgendwann 2018 setzen sich Colin Stetson, Trevor Dunn und Greg Fox irgendwo zusammen und fangen an, Musik zu machen. Das Ergebnis dieser Improvisationen trägt den Titel “Nethering” und liefert die Antwort auf die Frage: Was, wenn Ari Aster die Regie beim Dschungelbuch gemacht hätte?
Dreißig Jahre nach "Was hat dich bloß so ruiniert" klingen Die Sterne auf "WENN ES LIEBE IST" vertraut und gleichzeitig enger gezogen. Ein Album über Überforderung, Beziehungen, Stillstand und das Gefühl, immer weiterzumachen. Sperrig, kontrolliert und an manchen Stellen kaum auszuhalten. Gerade deshalb trifft es.
Malheur aus Münster machen deutschen Post-Hardcore. Das sind durchaus große Fußstapfen, in welche getreten werden will. Ihre Debüt-EP "Lava" ist dabei ein Versuch, dies zu schaffen.