Nach zwei Jahren Abstinenz machten Massendefekt wieder Station in Leipzig. In den alten Gewölben der Moritzbastei ging ein Abend viel zu früh los und recht unspektakulär über die Bühne.
Würde man lediglich Fotos der aktuellen WhoMadeWho-Shows sehen, könnte man denken, die Band würde ihre Auftritte als nahezu religiöses Ritual abhalten. Wer dabei war weiß, dass die drei Dänen in Wahrheit Disko auf höchstem Niveau veranstalten.
In Anbetracht der jüngeren, stilistischen Entwicklung Callejons durfte man gespannt sein, ob und wie sie das weitestgehend Metalcore-affine Publikum auch live erreichen können. „Fandigo“ ist ein polarisierendes Werk und gleichzeitig Namensgeber der aktuellen Tour. Während es die einen als Kontrast zu dem bisherigen Schaffen sehen, verkörpert es für andere eine konsequente Weiterentwicklung. Es ergab sich ein Abend korrelierender Gegensätze.
Wenn Lieblingsband und Freunde gemeinsam eine Bühne betreten, kann man an diesem Abend eigentlich nichts anderes vorhaben, als vor eben jener Bühne zu zappeln. Genau das war der Fall, als die Berliner Punkrabauken Smile and Burn bekannt gaben, dass die Braunschweiger Kapelle Forkupines sie auf dem letzten Teil ihrer „Get Better Get Worse“ Tour begleiten würde.
Ein Rockkonzert mit Programmheft, Sitzplätzen und Pause? Der Prog-Shootingstar Steven Wilson besucht mit seinem Pop-Album „To The Bone“ die Hansestadt und stellt mit einem denkwürdigen Konzert indirekt die Frage nach der Rezeption seines Genres: Rock’n’Roll-Rebellentum oder verkopfte Kunst aus dem Elfenbeinturm für die Elite?
Karneval oder Fasching – auch, wenn sich Freunde der fünften Jahreszeit nicht auf einen einheitlichen Begriff für das bunte Treiben einigen können, so ist ihnen doch eines gemein: ab Aschermittwoch beginnt für viele Narren die Fastenzeit. Verzicht steht im Vordergrund und manch einer verbindet dies gar mit einer Detox-Kur. Man möchte sich schonen. Doch diese Rechnung wurde gewiss ohne Mr. Hurley und seine feierwütige Besatzung gemacht. Betrachten wir das surreale Event der Reihe nach.
Natürlich fängt es an zu regnen, wenn man los muss. Die Jacke flink zugeknöpft und mit schnellen Schritten geht es zur S-Bahn. Essen ruft und zwar laut. Das Riot Vision Fest 2018 verspricht gute Musik und ein familiäres Ambiente mit etwa 200 Fans des gepflegten Krachs.